Die Draußenschule. Lernen ohne Klassenzimmer.

Im September 2008 begann als erste Schule die Grundschule Alte Alster in Bargfeld-Stegen (Schleswig-Holstein) – zunächst mit einer Klasse – den Unterricht jede Woche an einem festen Tag nach draußen zu verlegen. Entstanden auf Initiative der Klassenlehrerin Kiene Bertram und des Umweltpädagogen Johannes Plotzki war dies zunächst einmal Neuland in der Schullandschaft Deutschlands. Mit der Zeit erwuchs daraus ein Konzept für fächerübergreifenden Unterricht an außerschulischen Lernorten, das mittlerweile weite Kreise gezogen hat und an zahlreichen Grundschulen umgesetzt wird und als Modellprojekt ausgezeichnet wurde. Über 400 Klassen an 20 Grundschulen in drei Bundesländern haben wir seit der Gründung der Draußenschule wöchentlich nach draußen begleitet.

 

Die Draußenschule verwirklicht ein schulpädagogisches Konzept, bei dem Schulklassen im gesamten Schuljahr einmal pro Woche den Klassenraum verlassen und regionale Natur- und Kulturräume aufsuchen. Durch das regelmäßige Draußensein erkennen die Schüler*innen ökologische Zusammenhänge und erlangen Kenntnisse über die biologische Vielfalt am realen Ort. Die Lerngänge sollen den Schüler*innen nicht nur die Möglichkeit geben, unterschiedliche Ökosysteme genauer zu erforschen, sondern sich auch Wissen anzueignen über deren Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die wöchentlichen Draußentage sind Teil der Unterrichtsarbeit und verfolgen neben fachlichen auch soziale Lernziele. Als UN-Dekadeprojekt wurde dieses Konzept ausgezeichnet.